Männermedizin: Altersgesundheit - Fit mit Köpfchen und leistungsfähig bis ins Alter

Was war es  noch, das ich im Supermarkt einkaufen wollte. Wie hieß doch gleich noch der neue Kollege? Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, „ lange Leitung “ – jeder kennt solche Aussetzer. Wer sich solche Fragen öfter stellen muss, vor allem im fortgeschrittenen Alter, den packt schon mal die Krise: Hilfe, mit mir geht´s bergab! „Kein Grund zur Sorge“, beruhigt Intelligenzforscher Dr. Siegfried Lehrl von der Universität Erlangen. Bei einem Expertentreffen in Bozen/Südtirol referierte Lehrl über neue Forschungen zur Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit. Die gute Nachricht: „ Wer die Biologie der Intelligenz versteht und einige Grundregeln beachtet, kann seine Gehirnleistung auch jenseits der 50 oder 60 erhalten und sogar ausbauen. “

Die frühere Vorstellung, wonach wir in jungen Jahren einen bestimmten Datenbestand in unserem Gehirn anlegen, von dem wir für den Rest des Lebens zehren, ist passé. Unser Gehirn ist vielmehr in ständigem Umbau, wir selbst sind die Architekten. „Entscheidend für die geistige Leistungsfähigkeit ist die Kapazität des Arbeitsspeichers “, sagt Lehrl. Ähnlich wie beim Computer ist der Arbeitsspeicher im Oberstübchen das Maß, wieviel Eindrücke und Informationen der Mensch aufnimmt und wie schnell er sie verarbeitet.

Drei Faktoren sorgen für den individuellen Ausbau des geistigen Potenzials:

  1. Aktivierung der Nervenzellen. Wer sich mental fordert, für Neues offen bleibt und Erfüllung in einer Aufgabe findet, der stimuliert neue Zellverknüpfungen und bleibt bis ins hohe Alter hirnfit.
  2. Gute Wasser- und Nährstoffversorgung. Sie liefert den Kraftstoff für das millionenfach vernetzte Regelwerk der Nervenzellen. Basis dieser als „Brainfood“ bekannten Ernährung sind eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2 bis 2,5 Liter sowie reichlich Proteine, Vitamine und Mineralien.
  3. Mobilisieren bestimmte hirnaktive Arzneien zusätzliche Energien für die Kopfarbeit? Neue Studien belegen die Wirksamkeit des Ginkgo-biloba-Extrakts “, so Intelligenzforscher Lehrl. Inhaltsstoffe des japanischen Tempelbaum, des ältesten Baums der Welt, verbessern nachweislich Reizverarbeitung, Gedächtnisleitung, Konzentration und die Fähigkeit zu Problemlösungen.

Energiekrise – nein danke. Dann bleibt das Hirn ein wahrer Leistungsträger.

Autor: Bär/Prisma-gesund und fit