Musiker-Medizin Musikalische Höchstleistungen mit orthopädischer Betreuung

Die Luft ist staubig, das Licht schlecht, im Winter zieht es, im Sommer kann es 35 Grad heiß werden und der Lärmpegel erreicht Spitzen von über 90 Dezibel. Ein Industriearbeitsplatz im 19. Jahrhundert? Nein, die ganz normale Arbeitssituation im Orchestergraben eines Theaters. Unter solch extremen Bedingungen müssen viele Musiker Höchstleistungen erbringen. Kein Wunder, das 13% von ihnen vorzeitig wegen gesundheitlicher Probleme ihren Beruf aufge-ben, wie die Deutsche Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin meldet. Nach einer Studie leiden 80% der Streicher in deutschen Orchestern unter berufsbedingten Schmer-zen – die meisten sind durch rechtzeitige geeignete Diagnostik und Therapie vermeidbar!

Welchen Beitrag kann die Medizin für die Musiker liefern?

Es gilt zum einen, das Instrument dem Menschen anzupassen – zum anderen ist es von Bedeutung, den Menschen für oft stundenlange einseitige körperliche Belastungsformen belastbar zu machen. Prävention ist hier einen besonderen Stellenwert, gerade viele junge Musiker machen sich wenig Gedanken über das ausführende Organ, den eigenen Körper. In der Regel beginnen sie erst dann, sich näher mit Haltung und Bewegungsabläufen auseinanderzusetzen, wenn Schmerzen als Symptom von Überlastung und Schaden aufgetreten sind.

In unserer Praxis bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum aus Prävention, Therapie und Rehabilitation von musikerspezifischen Überlastungsbeschwerden und -schäden auf funktioneller Basis bei gleichzeitiger Berücksichtigung einer ausgewogenen Ernährung. Von besonderer Bedeutung ist die frühzeitige sorgfältige Ganzkörperüberlastung, Beseitigung von Funktionsstörungen der Wirbelgelenke und anderer Gelenke durch manuelle Therapie, Erkennung muskulären Dysbalancen sowie von Fehlstatik durch die 3-D-Wirbelsäulenfunktionsdiagnostik nach dem Verfahren “Optrimetrik” sowie von Fehlhaltungen durch das neuen Meßverfahren für Bewegungs- und Haltungsstörungen “SonsoSens”.

Im Anschluß folgt ein individuelles Therapie- und Trainingskonzept einschließlich einer gezielten krankengymnastischen und sporttherapeutischen Harmonisierung und Stabilisierung der Rumpfmuskulatur. Eine begleitende Psychotherapie erweist sich gerade während der hohen Anforderungnen im Studium wie auch beim beruflichen Einstieg als hilfreich.