Vitamin D Spiegel in Abhängigkeit der Jahreszeit

Eine Unterversorgung mit Vitamin D ist weit verbreitet. Die Hauptursache dafür liegt wohl in der mangelnden Kenntnis, dass die Sonnenexposition für uns die wichtigste Vitamin D Quelle darstellt. In den Lebensmitteln ist meist nur sehr wenig Vitamin D enthalten und zudem auf wenige Lebensmittel beschränkt. Die Verwendung von Sonnenschutzmittel mit höheren Lichtschutzfaktoren verhindert beispielsweise neben dem Sonnenbrand auch die Vitamin D Produktion in der Haut.

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Vitamin D ist bekannt für seine Wirkung am Knochen, jedoch wird eine Unterversorgung mit Vitamin D auch mit erhöhtem Risiko für Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Bluthochdruck und- momentan besonders aktuell – höherer Anfälligkeit für Infektionserkrankungen in Zusammenhang gebracht. Um den positiven Effekt des Vitamin D auf die Gesundheit zu optimieren, sollte der Serumspiegel über 75 nmol/L (entspricht 30 ng/ml) liegen. Die Dosierungsempfehlungen sind vom Serumspiegel abhängig.

Vitamin D-Mangel kann Schmerzen verursachen

Diffuse Muskelschmerzen müssen nicht gleich eine Fibromyalgie sein. Es könnte sich auch ein Vitamin D-Mangel dahinter verbergen. Ein Vitamin D-Mangel ist eine wichtige Differenzialdiagnose, wenn Patienten mit Fibromyalgie-Symptomatik in die Praxis kommen. Aus einer bisher kleinen Untersuchung gibt es aber Hinweise, dass es auch einen ursächlichen Zusammenhang geben könnte.

Dr. Mattthias Braun vom Helios Seehospital Sahlenburg, Cuxhaven, untersuchte 25 Patientinnen auf ihren Vitamin D-Status hin. Bei allen Frauen lag eine gemäß ACR-Kriterien gesicherte Diagnose für eine Fibromyalgie vor. Bei keiner der Untersuchten war eine Osteoporose bekannt. Etwas mehr als die Hälfte der Frauen, nämlich 14 von 25, wiesen einen Vitamin D-Mangel auf. Der durchschnittliche Spiegel des 25-OH-Vitamin D lag bei 13,7 ng/dl. Pathologische Veränderungen des Calcium-Stoffwechsels fanden sich dagegen nicht. Der Serum-Calcium-Spiegel lag mit 2,38 mmol/l im Normbereich. Dagegen war die alkalische Phosphatase als Marker für eine Osteomalazie bei zwölf der 25 Fibromyalgie-Patientinnen erhöht. Bei vier Frauen, bei denen zusätzlich eine Knochendichtemessung erfolgt war, ergab sich kein Hinweis auf eine Osteopenie oder Osteoporose.

Laut Braun müssen nun weitere, größere Studien den Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und der Fibromyalgie bestätigen.

Quelle: Dorotka,R, DGRh-Kongress 2008