Kinder-Jugend-Orthopädie

ORTHOPÄDISCHE ERKRANKUNGEN BEI KINDERN

Kinder Jugend orthopaedie Dr FrohbergerSchon von Geburt an werden durch Wachstum, Entwicklung und Bewegung die Voraussetzungen für lebenslang wichtige Funktionen und Strukturen der Stütz- und Bewegungsorgane gebildet. Die Entwicklung und Reifung der Bewegung, Haltung und Aktivität der Kinder und die Beurteilung der Hände, Füße, Hüften, Wirbelsäule und der übrigen Gelenke sowie der Muskel- und Stützgewebe und der Durchblutung der Wachstumszonen ist speziell Aufgabe der Kinderorthopädie – wie wir sie anbieten.

Ziel ist es, rechtzeitig und schonend die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um Fehlwachstum zu vermeiden und die gesunde natürliche Funktions- und Organentwicklung zu fördern. Hierzu gehört die Beratung bezüglich der Auswahl gesunder Kleidung, Schuhe, Hilfsmittel und Möbel, die Förderung der körpergerechten Bewegung und Funktionen durch spielerisch-sportliche Betätigung und Auswahl geeigneter Sportarten und u. U. auch die Veranlassung spezieller krankengymnastischer und therapeutischer Förderung. Bei Bedarf wird eine Behandlung mit speziellen Hilfsmitteln (Schuhen, Zurichtungen, Einlagen, Spreizhosen, Schienen, Gehapparaten u.ä.) veranlasst, eine Formverbesserung durch Gipsbehandlung durchgeführt oder auch eine korrigierende Operation, wenn notwendig.

Kinder mit Bewegungsstörungen (z.B. Cerebralparese) und Mehrfachbehinderungen mit Gangstörung und Gefahr von Gelenkkontrakturen sollten in regelmäßigen Abständen kinderorthopädisch untersucht werden, um rechtzeitig Kontrakturen und Gelenkluxationen zu vermeiden. Hierfür stehen spezielle krankengymnastische und manualtherapeutische Methoden, Orthesen, Hilfsmittel, Botulinumtoxin – Injektionen und operative Entspannungsmethoden im Rahmen eines ganzheitlichen, interdisziplinären Behandlungskonzeptes zur Verfügung.

Verletzungen und Schmerzen bei Kindern erfordern Erfahrung in der nötigen speziellen Diagnostik und Behandlung, die sich z. T. erheblich vom Vorgehen bei Erwachsenen unterscheidet. Überflüssig Behandlungen bedeuten ein unzuträgliche Belastung für das Kind und sollen deshalb zugunsten einer gesunden ungezwungenen Entwicklung des kindlichen Selbstbewusstseins vermieden werden.

 

Untersuchungen sind zu bestimmten Zeitpunkten zu empfehlen:

  • • Hüftsonographie der Neugeborenen und Kontrolle in der 13. Lebenswoche
  • • Oder: Screening in der 4.-6.Lebenswoche ( Kassenpatienten )
  • • wenn auffällig, Neugeborene sofort ( z. B. Klumpfuss )
  • • Bei Achsenfehlern der Beine oder auffälligem Gangbild: mit 15 Monaten noch nicht läuft
  • • Bei Verdacht auf Bewegungsstörung ( CP ) oder Wirbelsäulenverkrümmung
  • • Skoliose: Sofort
  • • Bei akuten Gelenk- oder Wirbelsäulenschmerzen: Sofort
  • • Bei chronischen Beschwerden , auffälliger Deformität oder Funktionseinschränkung: Jederzeit
  • • mit 4 Jahren zur Kontrolle der reifeentsprechenden Entwicklung
  • • mit 6 Jahren vor der Einschulung (sportliche Belastbarkeit)
  • • mit 10 Jahren zum Zeitpunkt des Gestaltswandels
  • • mit 14 Jahren während des größten Längenwachstums
  • • mit 16 Jahren vor Beginn der Lehre
  • • In der Jugend bei ersten Hinweisen auf eine Skoliose (Seitverkrümmung) oder Kyphose (Rundrücken)