Sensomotorische Einlagen

 

Die aktive Alternative bei Fussgewölbeschwäche

sensomotorische EinlagenViele Beschwerden und Schmerzen im Bereich der Sprung-, Knie- und Hüftgelenke sowie der Wirbelsäule resultieren aus einer Fehlform des Fußgewölbes. Eine gezielte Diagnostik durch die computergesteuerte Fußdruckanalyse und eine fachgerechte Einlagenversorgung gewährleisten eine Optimierung des Abrollvorganges und eine Reduzierung von Fehlbelastungseinflüssen.

Eine besondere Versorgung können wir auch mit sogenannten sensomotorischen Einlagen bieten. Sie können eine Aktivierung der neuromuskulären Koordination und bestimmter Muskelgruppen erreichen und ergänzen wirkungsvoll vorhandene oder notwendige konventionelle Einlagen.


Einlagen verzögern verschleisserscheinungen

Fußgewölbeschwächen mit resultierender Fehlbelastung der übergeordneten Sprung-, Knie-, Hüft- und Wirbelgelenke werden seit Jahren mit passiv wirksamen Plexidur- oder Korkledereinlagen behandelt. Auf diese Weise konnte das Fortschreiten altersuntypischer Verschleißveränderungen zunächst deutlich eingeschränkt werden. Durch die passive stützende Wirkung der Einlagen kommt es jedoch zunehmend zu einer Minderinnervation der die Füße stabilisierenden Muskulatur, es resultiert auf Dauer die Entwicklung eines muskelschwachen Knick-Senk-Spreizfußes.

Durch eine neurofunktionelle posturale Ganzkörper-Untersuchung einschließlich des sensomotorischen Koordinationstestes nach Omura (Ringtest) ist bei vielen Patienten festzustellen, dass eine deutliche Schwäche der neuromuskulären Koordination u. a. durch das alleinige Tragen passiver Einlagen offenbar gefördert wird.


Aktive Besserstellung der Fussknochen

Es konnte nachgewiesen werden, das durch den Einsatz sensomotorischer Einlagen eine Aktivierung der neuromuskulären Koordination und insbesondere eine Aktivierung der Peroneal-Muskulatur und des M. tibialis posterior erreicht werden kann. Die Aktiveinlagen können durch Stimulation der fußgewölbebildenden Muskulatur eine aktive Besserstellung der Fußknochen erreichen und dadurch eine bessere Abstützung und Aufrichtung der Körpers auf den stabilisierten Füßen erzeugen. Sie ergänzen die Wirkung eventuell vorhandener oder notwendiger konventioneller Einlagen durch aktive und passive Elemente. Die Sohlenfelder der Einlagen werden individuell untersucht und befüllt, nach Behandlungsbeginn regelmäßig kontrolliert und dann ggf. in der Befüllungsstärke angepasst.

5157 37 Sensomotorische EinlagenDiese sensomotorische Diagnostik und Behandlung basiert auf der verbreiteten Methode nach Vojta; insbesondere im krankengymnastischen Fachbereich nützt man diese Wirkungsweise. Sensomotorische Einlagen sind in der Kinderheilkunde bereits Standard, so z. B. in den Unikliniken München und Münster.

Die von Dr. Ulrich Frohberger in vielen Fällen empfohlenen sensomotorisch wirksamen Spezialeinlagen können die Fußmuskulatur derartig stimulieren, dass es im Idelafall zu einer Entkrampfung, Harmonisierung und damit auch Schmerzlinderung der Rumpfmuskulatur kommen kann.

Seit September 2003 gibt es ein Grundsatzurteil des Sozialgerichts Mainz (Aktenzeichen S6KR115/02), in dem die DAK verpflichtet wird, die Kosten für sensomo-torische/aktive Einlagen zu übernehmen. Die Wirkung sensomotorischer Einlagen gründet auf naturwissenschaftlichen anerkannten Theorien. Basierend auf Dr. Frohbergers langjährigen Erfahrungen mit konventionellen Einlagen empfehlen wir ausdrücklich die Kostenübernahme für propriozeptiv wirksame Einlagen bei Erwachsenen und insbesondere bei Kindern mit Fußgewölbeschwächen.

Weitere Informationen: www.GHBF.de