Stoßwellentherapie

 
Effektive Therapie bei Kalkschulter und Fersensporn


Stoßwellen sind physikalisch gesehen akustische Wellen, die in der Medizin elektromagnetisch erzeugt werden. Bei der Stoßwellentherapie entfalten die Stoßwellen ihre Wirkung, indem erkranktes Gewebe gereizt und somit komplexere Vorgänge (z.B. Durchblutung und Zellstoffwechsel im Gewebe) angeregt werden. 

Stosswellentheraphie beim schmerzhaften Fersensporn

5214 36 roentgenbild Fersensporn Die schmerzhafte Plantarfasciitis häufig in Verbindung mit einem sichtbaren Fersensporn führt oft zu einer erheblichen Einschränkung der Gehfähigkeit durch einen Anlaufschmerz mit wechselnder Intensität. Der Schmerzort liegt meist im Bereich des medialen Fersenbeins oft mit Ausstrahlung in die gesamte Ferse und im Verlauf der Plantarfascie bis zu den Zehengrundgelenken. Die funktionelle körperliche Untersuchung, Ultraschall- und Röntgendiagnostik führen zur Sicherung der Diagnose.

Der nicht selten über 1 cm lange Fersensporn ist meist Folge einer längerfristigen Fehlbelastung. Nicht immer gelingt es trotz Auffinden der Ursache, die lokal eingetretene schmerzhafte Gewebeverhärtung durch physikalische, physiotherapeutische und medikamentöse Behandlungen zur Abheilung zu bringen. 

 

 
STOSSWELLENTHERAPIE BEI DER KALKSCHULTER

5211 37 Roentgenbild KalkschulterNach den Richtlineien der deutschsprachigen internationalen Gesellschaft für extracorporale Stoßwellentherapie  DIGEST e.V. 
Die schmerzhafte Kalkschulter führt oft zu einer erheblichen Einschränkung der körperlichen Einsetzbarkeit, des Nachtschlafes und damit der Lebensqualität. Die funktionelle körperliche Untersuchung, Ultraschall- und Röntgendiagnostik führen zur Sicherung der Diagnose. Nicht immer gelingt es trotz Auffinden der Ursache, die lokal eingetretene schmerzhafte Gewebeverhärtung durch physikalische, physiotherapeutische und medikamentöse Behandlungen zur Abheilung zu bringen. 


In chronischen Fällen

Sowohl bei der Kalkschulter als auch beim Fersensporn gilt es in chronifizierten Fällen gilt es, die Durchführung einer Injektionsbehandlung z. B. mit Kortison oder anderen entzündungs-hemmenden und schmerzlindernden Medikamenten als invasiver mit einem gewissen Infektionsrisiko behafteten Methode abzuwägen.

Eine der effizientesten Techniken besteht im Ausüben von starkem mechanischen Druck auf den Fersensporn bzw. auf die schmerzhaften Muskelknoten mit anschließendem Dehnen der Plantarfascie bzw. der gleichen Muskulatur. Als Erklärung dieser Wirkung wird die Verbesserung der lokalen Zirkulation mit Beseitigung der sauerstoffmangelbedingten lokalen Energiekrise  sowie die Verminderung der lokalen Entzündungshormone diskutiert.

Generelle Aspekte


Radiale Stoßwellen:
Seit Ende der 90-iger Jahre werden als Weiterentwicklung der fokussierten Stoßwellentherapie auch radiale Stoßwellen mit einer Gewebeeindringtiefe von bis zu 3 cm zur Behandlung schmerzhafter Muskel-Triggerpunkte eingesetzt. Druckwechsel und Vibrationen führen zu einer verstärkten Durchblutung, damit Ausschwemmung der Entzündungshomone und auf einen Gegenirritationseffekt mit Auswirkungen auf das Hinterhorn der zugehörigen Rückenmarksregion. 

5212 35 Eindringtiefe Grafik
Abbildung: Eindringtiefen und Ausbreitung der Schallwellen im Gewebe bei fokussierten (link) und radialen (rechts) Stosswellen.


Ultraschalluntersuchung des Behandlungsgebietes:
Vor der Durchführung der Stoßwellentherapie wird entsprechend  des diagnostischen Facharztstandarts eine Ultraschall-Untersuchung empfohlen. Ziel ist die Lokaldiagnostik zum Ausschluß von Muskeltumoren, Muskelverletzungen, Blutungen, anatomische Variationen und zur Beurteilung verletzbarer Strukturen (Lunge, Gefäße, Nerven).  1 – 2 Behandlungen pro Woche haben sich bei den meisten Patienten als günstig erwiesen. Kürzere Intervalle bergen das Risiko einer Muskelreizung 

Als Prinzip gilt:
je schwerer und chronischer die Schmerzsyndrome  sind, desto länger ist der Behandlungsabstand  und desto geringer sind die Behandlungsintensitäten zu wählen. Behandlungsverlauf und Komplikationsmöglichkeiten Eine Beschwerdebesserung tritt bei den meisten Patienten nach 4 – 6 Behandlungen, oft aber auch früher, ein. Bei chronischen Erkrankungen sind gelegentlich mehr Behandlungen erforderlich. Als mögliche aber seltene Komplikationen müssen lokale Blutungen und vorübergehende  Schmerzverstärkungen genannt werden. Der wissenschaftliche Nachweis für den Wirkmechanismus dieser klinisch erfolgreichen Behandlungsform steht wie auch bei anderen Therapien noch aus.

Empirisch erfolgreich zu behandelnde orthopädische Erkrankungen:
Schmerzhafte Muskelverhärtungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule, der Glutealmuskulatur,  der Schultergürtelmuskulatur, der „Kalkschulter“, des „Tennisellenbogens“, der verkürzten innenseitigen, außenseitigen und hinterseitigen Oberschenkel- und Unterschenkel-muskulatur,  dem Patella-Spitzen-Syndrom, dem medialen Schienbeinkanten-Syndrom, der Achillodynie, der Plantarfasciitis einschl. Fersensporn sowie Metatarsalgien.